Unsere Tipps für einen Roadtrip am Southern Great Barrier Reef
Das Great Barrier Reef erstreckt sich über knapp 2.000 Kilometer entlang der Küste von Queensland. Wenn man an das Great Barrier Reef denkt, kommen einem meist sofort Airlie Beach, die Whitsundays oder Cairns in den Sinn. Doch was viele nicht wissen: Das Riff beginnt deutlich weiter südlich – bei Bundaberg.
Der Abschnitt zwischen Bundaberg und Airlie Beach wird auch Southern Great Barrier Reef genannt und ist deutlich weniger besucht. Und genau das macht ihn so besonders. Weniger Touristen, mehr Natur, entspannte Küstenorte – und trotzdem traumhafte Inseln, türkisfarbenes Wasser und unglaubliche Unterwasserwelten.
Empfehlenswert für diese Route sind sieben Tage, damit man entspannt alle Sehenswürdigkeiten mitnehmen kann. Wer noch Reisetipps braucht, der findet hier meinen 7-tägigen Roadtripguide für das Southern Great Barrier Reef.
Tag 1–3: K’gari (Fraser Island)
Bundaberg liegt rund fünfeinhalb Autostunden von der Gold Coast entfernt. Alternativ gibt es auch einen kleinen Flughafen, falls man lieber fliegen möchte.
Wir sind während unseres Roadtrips durch Queensland mit dem Auto durch den Bundesstaat gefahren und haben vor Bundaburg noch ein paar Tage an der Sunshine Coast verbracht. In der Region Bundaberg angekommen, ging es für uns direkt weiter mit der Fähre nach K’gari (Fraser Island), wo wir zwei Nächte verbracht haben.
K’gari ist die größte Sandinsel der Welt und definitiv ein Highlight jeder Queensland-Reise. Hier erwarten euch Offroad-Abenteuer, der berühmte 75 Mile Beach (der einzige eingetragene Highway am Strand!), Süßwasserseen wie der traumhafte Lake McKenzie und dichter Regenwald.Zwei Nächte sind ideal, um mindestens einen vollen Tag auf der Insel zu haben – egal ob im eigenen 4WD oder mit einer geführten Tour. Mehr zu unserem Besuch auf K’gari hier.
Vor unserer Weiterfahrt nach Agnes Water haben wir noch Bundaberg besucht – hier ist vor allem der Botanische Garten sowie die Fabrikation von Bundaberg Ginger Beer interessant. Die umliegenden Küstenorte haben tolle Strände, die man ebenfalls nicht verpassen sollte.
Tag 4–5: Agnes Water & Lady Musgrave Island
Von Bundaberg aus ging es für uns weiter nach Agnes Water – einem kleinen, entspannten Küstenort, der oft als „letzter Surfstrand im Norden“ bezeichnet wird. Agnes Water ist das genaue Gegenteil von Airlie Beach oder Cairns. Kein Massentourismus, keine großen Hotelketten – stattdessen entspannte Surfer-Vibes, kleine Cafés und lange, ruhige Strände.
Das eigentliche Highlight ist jedoch ein Tagesausflug zur Lady Musgrave Island. Früh morgens geht es mit dem Boot hinaus zum äußeren Great Barrier Reef. Nach etwa anderthalb Stunden erreicht man die Lagune der Insel, wo das Wasser einfach unfassbar klar ist!
Lady Musgrave Island liegt mitten in einer geschützten Korallenlagune, was das Schnorcheln besonders angenehm macht. Wir haben hier Meeresschildkröten, unzählige bunte Fische und beeindruckende Korallen gesehen – und das alles ohne die Menschenmassen, die man weiter nördlich oft erlebt. Wer das Riff möglichst ursprünglich erleben möchte, ist hier genau richtig.
Tag 6: Yeppoon & Great Keppel Island
Weiter ging es Richtung Norden nach Yeppoon, einem charmanten Küstenort nahe Rockhampton. Yeppoon selbst hat eine schöne Strandpromenade mit toller (kostenfreier) Lagune mit Infnitypool mit Blick aufs Meer und eine entspannte Atmosphäre. Yeppoon eignet sich aber vor allem als Ausgangspunkt für einen Besuch auf Great Keppel Island.
Die Insel erreicht man in nur etwa 30 Minuten mit der Fähre und ist ein echtes kleines Paradies. Weißer Sand, türkisfarbenes Wasser und tolle Schnorchelspots direkt vom Strand aus. Im Vergleich zu den Whitsundays ist Great Keppel Island deutlich ruhiger. Keine riesigen Resorts, kein Luxus – dafür Natur pur. Man kann verschiedene Strände erwandern oder einfach den Tag mit Schwimmen und Sonnen verbringen.
Für uns war es einer der schönsten Strandstopps auf der Route.
Tag 7: Mackay + Airlie Beach
Am letzten Tag ging es weiter nach Mackay, das oft nur als Durchfahrtsort auf dem Weg zu den Whitsundays wahrgenommen wird. Die Region ist bekannt für ihre Zuckerrohrfelder, einsamen Strände und den Eungella National Park im Hinterland.
Wer etwas Zeit hat, sollte unbedingt einen Abstecher in den Nationalpark machen – dort kann man mit etwas Glück Schnabeltiere in freier Wildbahn sehen. Am Cape Hillsborough kommen zudem bei Sonnenaufgang auch Kängurus an den Strand.
Von Mackay ging es noch knapp zwei Stunden weiter nördlich bis Airlie Beach. Hier ist der Einstiegspunkt für die Whitsundays, einem Highlight jeder Queensland-Reise!
Abschließende Worte
Das Southern Great Barrier Reef ist perfekt für alle, die das Great Barrier Reef erleben möchten – aber ohne die ganz großen Touristenströme.
Die Kombination aus K’gari, kleinen Küstenorten wie Agnes Water, abgelegenen Inseln wie Lady Musgrave und Great Keppel Island und entspannten Stopps wie Mackay macht diese Route unglaublich abwechslungsreich.